Denken und schlafen kann man nicht genug.

Advertisements

Und sei ein langes Wort: schrieb Elisabeth Borchers, sagte, bei Büchner, Danton. »Die vielen Bücher« heißt das Gedicht. Die vielen Bücher, die geschrieben wurden um ›Utopie‹ – auch ›un‹, wärs ein Wort, wäre lang wie das ›und‹ in ›Utopisten und Pragmatiker‹, ein engstes Hyperbaton hier, dort: noch enger – das caput mortuum einer endlosen Reihe Pejorativa, von Unmensch bis Unwort. Wir sind beim Thema, es geht ums Ganze. Was beim Utopischen unmittelbar ins Zentrum schnellt, sind das Kleine und Große, Enge und Weite, Ahnung und Gegenwart … Dass Letzteres überraschend den Titel von Eichendorffs Erstroman einstellt fürs pragmatisch-regelrecht gewärtigte ›Gegenwart und Zukunft‹, sei jenen zugesonnen, denen ›Utopie‹ sogleich in der Translation zum Unwort als ›Sozialromantik‹ entweicht. So kurz jedoch wollen wir nicht denken.

Die Trümmer,
die Helden,
das Wetter.

Aus der Tasse aus Sand
trink die Erde aus Atem.

Am Weg ein Kreuz will
mir Einkehr gebieten, aber
lieber nehme ich Auskehr

Gelenkte Zeit,
Sprach-Lücken,
Kind: Etüde.

Die weißen Schritte
in den Durchsichtigkeiten
von Winterwegen

Wie Kurzgeschichten sind die Regentage,
unbestimmt genau, kein erster/letzter Tropfen
in der Hand, Anfang & Ende aber
greifbar, wie ein Buch

Zweiundzwanzig nach vier, freigelassener
Nachmittag, smarte Vögel &
smarte Leute, Wohl- & Unwohlstand,
Preise labern, Zucchini verhetzen
die Birnen

Zwischen schon & dort,
zwischen hier & noch:
morgens um vier, die Welt,
tja. Äußerstes Drinnen,
so man es hat.

Betrachtet, wie in Abendsonne-Glut Die grünumgebenen Hütten schimmern! Sie rückt und weicht, der Tag ist überlebt, Dort eilt sie hin und fördert neues Leben. O ! daß kein Flügel mich vom Boden hebt, Ihr nach und immer nach zu streben! Ich säh’ im ew’gen Abendstrahl Die stille Welt zu meinen Füßen, Entzündet alle Höhn, beruhigt […]

Vogelherd, Anhalter, Frost,
aneinander: Orte &
Trennfugen, Blätter